TURNDOWN
Fachmagazin für die Hotellerie mit News, Technik, Karriere und Nachhaltigkeit, gebaut auf einem eigenen CMS.

Ausgangslage
Ein Fachmagazin, für das Blog-Software zu wenig war
TURNDOWN ist ein Fachmagazin für die Hotellerie. Neben Nachrichten und Technikthemen gehören Berufsbilder, Karrierewege, Veranstaltungen und ein Fachglossar dazu.
Solche Inhalte sind keine Artikel mit anderer Überschrift. Ein Berufsbild braucht Ausbildungsdauer, Aufgaben und Gehaltsspannen, ein Glossarbegriff eine kurze Definition, eine Veranstaltung Ort und Datum. In einer klassischen Blog-Struktur landet all das in Fließtext.
Aus dieser Anforderung ist im April 2026 ein eigenes Redaktionssystem entstanden, zunächst nur für dieses eine Magazin.
Ziel & Rahmenbedingungen
Eigene Inhaltstypen statt Textwüste
Jeder Inhaltstyp sollte eigene Felder, eigene Übersichten und ein passendes Schema bekommen, damit Suchmaschinen und Leser dieselbe Struktur sehen.
Gleichzeitig sollte die Technik so gebaut sein, dass ein weiteres Magazin nicht bedeutet, alles noch einmal zu bauen. Aus dem Fachmagazin wurde damit die Grundlage der Plattform, auf der heute alle meine Websites laufen.
Entscheidungen
Vier Entscheidungen, die bis heute tragen
Alles, was für TURNDOWN entstanden ist, steht später jedem weiteren Projekt zur Verfügung.
Inhaltstypen statt Kategorien-Tricks
Berufe, Karriere-Seiten, Events und Glossar sind eigene Typen mit eigenen Feldern und Übersichten. Das hält die Redaktion konsistent und erlaubt passende strukturierte Daten je Seite.
Mandantenfähig von Anfang an
Jede Website bekommt eine eigene Datenbank, eine eigene Umgebungsdatei und ein eigenes Design, aber denselben Code-Stand. Ein Push verteilt Verbesserungen an alle Seiten.
Migrationen statt Handarbeit in der Datenbank
Jede Änderung an Daten oder Einstellungen ist eine nummerierte Migrationsdatei mit Tenant-Kürzel. Sie läuft genau einmal, ist wiederholbar und nachvollziehbar.
Werbung und Einwilligung zentral
Anzeigenverwaltung und Consent-Layer sind Teil der Plattform, nicht ein Plugin je Website. Neue Portale starten damit sofort rechtskonform und mit denselben Werkzeugen.
Technische Umsetzung
Vom Magazin zur Plattform
Redaktionelle Inhaltstypen
Neben Artikeln gibt es Berufsbilder, Karriere-Seiten, Events und Glossarbegriffe. Jeder Typ hat eine eigene Übersicht, eigene Felder und eigene strukturierte Daten. In der Sitemap liegen heute 181 Berufsbilder, 150 Karriere-Seiten, 21 Veranstaltungen und ein Glossar mit sieben Bereichen.
Mandanten und Deploy
Der Code liegt in einem Repository. Ein Push auf den Hauptzweig löst über einen Webhook das Deployment aus, danach laufen die offenen Migrationen je Website automatisch. Domain-Alias-Seiten können auf demselben Host mit eigener Datenbank betrieben werden, so läuft auch diese Website hier.
Inhaltsmodule
Für den Fließtext gibt es wiederverwendbare Module wie Faktenkarten, Vergleichstabellen, Pro und Contra oder Zeitstrahl. Sie sind zentral gestylt, damit ein neues Portal sofort auf denselben Bausteinen aufsetzt.
Gemeinsame Dienste
Bildgenerierung, Newsletter, Suche, Anzeigen und Consent liegen in der Plattform. Eine Verbesserung an dieser Stelle wirkt für alle Websites gleichzeitig, vom Fachmagazin bis zum Rechner-Portal.
Einblicke
So sieht es aus





Das Ergebnis
Ein System, viele Websites
Stand der Zahlen 15. September 2026
TURNDOWN war der erste Mandant und ist bis heute das inhaltlich breiteste Magazin auf der Plattform. Aus derselben Codebasis laufen inzwischen Reisemagazine, Rechner-Portale, Verzeichnisse und mehrsprachige Tool-Seiten.
Auch diese Website läuft darauf, als eigenständige Seite mit eigenem Design auf dem Host eines anderen Projekts.
Was ich daraus mitnehme
Was ich aus dem Plattformbau mitnehme
- Inhaltstypen früh festlegen. Was Felder braucht, sollte nie als Fließtext beginnen. Nachträglich Struktur aus Text zu ziehen, ist deutlich aufwendiger.
- Jede Datenänderung als Migration. Nur so lässt sich derselbe Stand auf mehreren Websites und in mehreren Umgebungen wiederherstellen.
- Mandanten trennen, Code teilen. Getrennte Datenbanken verhindern, dass Inhalte durchschlagen, gemeinsamer Code hält den Pflegeaufwand klein.
- Gemeinsame Dienste zahlen sich aus. Anzeigen, Consent und Bildpipeline einmal richtig gebaut, sparen bei jedem neuen Portal Wochen.
Häufige Fragen
Häufige Fragen zur eigenen Plattform
Warum ein eigenes CMS statt WordPress?
Weil die Inhalte eigene Strukturen brauchen, von Berufsbildern bis zu Veranstaltungen, und weil mehrere Websites denselben Unterbau nutzen sollen. Dazu kommt, dass ich Ladezeit, Datenschutz und Deployment vollständig selbst kontrollieren wollte, ohne Plugin-Abhängigkeiten.
Wie funktioniert der Betrieb mehrerer Websites?
Alle Seiten teilen sich einen Code-Stand, haben aber eigene Datenbanken, eigene Designs und eigene Migrationen. Ein Push auf den Hauptzweig verteilt Änderungen, danach laufen die offenen Migrationen je Website automatisch.
Was ist ein Inhaltstyp konkret?
Ein Berufsbild zum Beispiel hat Felder für Ausbildungsdauer, Aufgaben und Gehalt, eine eigene Übersichtsseite und passende strukturierte Daten. Ein Artikel hat davon nichts, dafür Kategorie, Autor und Lesezeit.
Wie kommen neue Funktionen auf alle Seiten?
Sie entstehen einmal in der Plattform und sind nach dem nächsten Deploy überall verfügbar. Ob eine Website eine Funktion nutzt, steuern Einstellungen je Mandant.
Wie stellt ihr sicher, dass nichts zwischen den Seiten durchschlägt?
Über getrennte Datenbanken und über Einstellungen je Website. Nach dem Aufsetzen eines neuen Mandanten prüfe ich zusätzlich gezielt Adressen, die es dort nicht geben darf, etwa Jobs oder Glossar, und erwarte dafür einen 404.
Eingesetzt
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